
Chroniken zu Alltagsrassismus in Aachen veröffentlicht
Die Aachener Volkshochschule und das Gleichbehandlungsbüro der Stadt haben jetzt zwei Chroniken zum Thema "Alltagsrassismus" verfasst. In denen geben sie einen Überblick, in welchen Lebensbereichen es zwischen den Jahren 2013 bis 2017 und 2018 häufig zu rassistischen Handlungen im Alltag gekommen ist. Demnach kam es vor allem in Ämtern und auf Behörden dazu. Hier haben die Mitarbeiter viele Vorgaben für Genehmigungsverfahren und dadurch handeln sie oft ungeplant rassitisch, heißt es.
Wenn zum Beispiel Flüchtlinge ihre Kinder in das Geburtenregister eintragen lassen wollen und Ausweispapiere fehlen, können die Mitarbeiter die Kinder nicht anmelden.
Auch in den Bereichen Mieten und Wohnungsmarkt, Arbeit und berufliche Ausbildung, private Dienstleistung und Zugang zu Gütern, Bildung sowie Öffentlichkeit und Freizeit kommt es oft zu Alltagsrassismus. Wie viele Fälle es in Aachen tatsächlich gibt, könne man wegen der Dunkelziffer nicht festlegen. Das Aachener Gleichbehandlungsbüro hat allein im vorletzten Jahr rund 30 Beratungen zu dem Thema durchgeführt.
Veröffentlicht: Mittwoch, 15.07.2020 16:07