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"CERN für KI muss Antwort auf Microsoft-Investition sein"
© Peter Winandy
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"CERN für KI muss Antwort auf Microsoft-Investition sein"

Veröffentlicht: Freitag, 16.02.2024 09:12

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Die Milliarden-Investition von Microsoft im Rheinischen Revier sieht der KI-Experte der RWTH Aachen, Holger Hoos, mit Sorge.

Hoos ist Professor für Methoden der Künstlichen Intelligenz, für ihn besteht die Gefahr einer fortschreitenden Abhängigkeit von US-Konzernen. 

Das Microsoft-Engagement sei zwar mit Blick auf den Strukturwandel und die Arbeitsplätze eine großartige Neuigkeit, allerdings sei der immer größere Verlust von nationaler und europäischer Souveränität bei Künstlicher Intelligenz überaus bedenklich:

„Was passiert denn, wenn die KI-Entwicklung in den Händen von einigen US-Großunternehmen gebündelt ist und wir Europäer dann aufgrund politischer Konstellationen abgeschnitten werden – so wie wir vom Gas aus Russland abgeschnitten wurden? Unsere Wirtschaft ist bereits derart stark KI-getrieben, dass ein solches Szenario erschreckend ist.“

Hoos fordert, dass Deutschland und Europa in eine Alternative investieren. Wir bräuchten in Sachen KI soetwas wie das CERN in der Schweiz, wo die weltweit führende Forschung in der Teilchenphysik betrieben wird. Dort könnte sich eine "kritische Masse von Experten" treffen, die sich dann gemeinsam in einer herausragenden Arbeitsumgebung auf gesellschaftlich und wirtschaftlich wichtige Anwendungen konzentrieren kann - und das im öffentlich geförderten Bereich, der Öffentlichkeit gegenüber verantwortlich und an Problemen arbeitend, die primär vom öffentlichen Interesse getrieben sind.

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Hier ein Interview mit Professor Hoos zum Thema auf YouTube.

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