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Castor-Transporte - neues Zeitfenster durch BUND-Beschwerde
© Marita Boslar/Stop Westcastor
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Castor-Transporte - neues Zeitfenster durch BUND-Beschwerde

Veröffentlicht: Freitag, 16.01.2026 07:33

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Die deutschen Anti-Atom-Initiativen wie STOP WESTCASTOR aus Jülich begrüßen, dass der BUND Beschwerde eingelegt hat gegen den abweisenden Beschluss des Verwaltungsgerichts Berlin.

Hintergrund ist die umstrittene Genehmigung für 152 Castor-Transporte mit hochradioaktivem Atommüll von Jülich nach Ahaus. Die Initiativen rufen für Sonntag zu einer Kundgebung vorm Ahauser Rathaus auf, am Samstag danach ist eine Demo am Rasthof Bottrop-Süd geplant. Sie warnen weiterhin vor erheblichen Sicherheitsrisiken durch die Transporte und fordern, den Atommüll in Jülich zu lassen.

Weil die Anwohner entlang der Autobahnen bisher weder von der Bundes- noch der Landesregierung oder der Polizei unterrichtet worden seien, dienten die Proteste also auch der öffentlichen Information über die erheblichen Unfall- und Sicherheitsgefahren der LKW-Atommülltransporte, heißt es.

Die Gewerkschaft der Polizei spreche angesichts der „sinnlosen Mammutaufgabe“ seit Monaten von „Wahnsinn“. Denn auch das Zwischenlager Ahaus biete keine Dauerlösung - und ein sicheres Endlager werde es auf Jahrzehnte nicht geben. In dieser Situation machen Atommülltransporte von einem Zwischenlager in ein anderes keinen Sinn, so die Initiativen. Sie sorgten angesichts von maroden Autobahnen und Brücken, von Drohnen und der Gefahr schwerer Unfälle nur für neue, unkalkulierbare Risiken.

„Wer in diesen unsicheren Zeiten auf die Idee kommt, Dutzende Male hochradioaktiven Atommüll in riesigen Polizei-Konvois über die ohnehin überlasteten NRW-Autobahnen zu schicken, handelt unverantwortlich. Es ist absolut unverständlich, warum von der NRW-Landesregierung so wenig zu hören ist. Wenn NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst wirklich auf jeden Castor gut verzichten kann, wie er letzten Sommer gesagt hat, dann muss er jetzt endlich die Initiative ergreifen, um die hochriskante Atommüll-Lawine für NRW zu verhindern.

Die BUND-Beschwerde bietet ein politisches Zeitfenster“, ergänzt Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

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