
Die Atommüll-Transporte von Jülich nach Ahaus verzögern sich erheblich.
NRW-Staatssekretärin Krebs hat am Mittwoch im Wirtschaftsausschuss des Düsseldorfer Landtags mitgeteilt, dass die 152 Castor-Behälter statt wie geplant bis August 2027 erst bis August 2028 am Ziel ankommen könnten. Das Transportunternehmen Orano habe eine entsprechende Verlängerung beim Bundesamt für nukleare Entsorgung beantragt.
Bisher wurden nur 21 der insgesamt 152 Behälter transportiert - obwohl die Genehmigung schon seit August 2025 besteht. Die Transporte hatten erst Ende März begonnen, nachdem Gerichtsentscheidungen geklärt waren.
Die Gegner der Castor-Transporte (u.a. Stop Westcastor aus Jülich) befürchten, dass bei dem bisherigen Tempo auch drei Jahre für die Verlagerung nicht ausreichen. Die Anti-Atomkraft-Initiativen fordern ein neues Zwischenlager in Jülich statt der vielen Transporte durch das dicht besiedelte Bundesland.