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Caritas kritisiert zu geringe Hartz-IV-Steigerung
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Caritas kritisiert zu geringe Hartz-IV-Steigerung

Die Erhöhung der Regelleistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende, also der HartzIV-Sätze, ist nach Ansicht des Caritasverbands für das Bistum Aachen zu gering ausgefallen. Im Vergleich zu vor einem Jahr sind die Regelleistungen um drei Euro gestiegen. Stephan Jentgens, der Diözesancaritasdirektor im Bistum Aachen, sagt, das decke die gleichzeitig gestiegenen Kosten in keiner Weise ab.

Vor allem der Anstieg der Energiepreise könne von den Haushalten, die Grundsicherungsleistungen beziehen, nicht aufgefangen werden. Die Zeche der zwangsläufig steigenden Energiekosten dürften nicht diejenigen zahlen müssen, die von Überschuldung bedroht sind. Klimaschutz müsse sozial gerecht sein, soll er breite Zustimmung finden, so Jentgens.

Seit Jahresbeginn beträgt der Hartz-IV-Eckregelsatz für eine alleinstehende Person 449 Euro und für zusammenlebende Lebenspartner jeweils 404 Euro. Haushaltsangehörige bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres erhalten 285 Euro, bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres 311 Euro und ab Beginn des 15. Lebensjahres 376 Euro. Jede weitere Person ab 18 Jahren, die im gleichen Haushalt lebt, erhält 360 Euro. Dadurch fallen einige vom Regelbedarf abhängigen Mehrbedarfe, zum Beispiel für Alleinerziehende, höher aus. Die Erhöhung gilt auch für Bezieher von Sozialhilfe.

Der Haushaltsstrom bei einer alleinstehenden Person wird mit 36,44 Euro monatlich in der Regelleistung berücksichtigt, der durchschnittliche Bedarf bei einem Ein-Personen-Haushalt liegt aber laut Caritas bei 48 bis 50 Euro im Monat.

Veröffentlicht: Dienstag, 11.01.2022 06:50

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