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Caritas: "Das System OGS ist todkrank."
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Caritas: "Das System OGS ist todkrank."

Die seit Jahren beklagte schlechte Ausstattung des Offenen Ganztags in NRW rächt sich in Corona-Zeiten.

Darauf weisen die Caritas-Regionalverbände Aachen, Essen, Köln, Münster und Paderborn hin. Demnach seien Wut und Frustration bei den Beschäftigten vor Ort verständlich. Schon vor der Pandemie sei der Bereich „chronisch unterfinanziert und personell am Limit gewesen“. Das System OGS sei todkrank - und das nicht erst seit Corona.

Die Caritas kritisiert fehlende Standards bei Personalausstattung, Personalqualifikation und Gruppengröße.

Derzeit werde ein OGS-Platz durchschnittlich mit 1770 Euro pro Jahr finanziert, die tatsächlichen Kosten lägen nach Berechnungen der Freien Wohlfahrtspflege bei rund 3400 Euro. Mit Corona müsse bei begrenzten personellen Ressourcen zusätzlich für Desinfektionen, Dokumentation von Gruppenzusammensetzungen, Vermeidung von Gruppendurchmischungen, veränderte Raumkonzepte und Anpassungen bei der Essensausgabe gesorgt werden.

Manche OGS könne nur noch garantieren, dass die Kinder einigermaßen beaufsichtigt werden: die Beschäftigten können nicht mehr, heißt es. Fatale Auswirkungen habe das vor allem bei Kindern mit erhöhtem Förderbedarf und Kindern aus problematischen Familienverhältnissen.

Veröffentlicht: Montag, 11.01.2021 10:53

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