
Der Aachener Klaus Pavel (im Foto oben rechts zu sehen) ist am Mittwoch mit dem Bundesverdienstorden geehrt worden.
Der Bundesverdienstorden ist die höchste deutsche Auszeichnung für besondere Leistungen im politischen, wirtschaftlichen, kulturellen, geistigen oder ehrenamtlichen Bereich.
Klaus Pavel ist hier vor allem bekannt durch seine Tätigkeiten als geschäftsführender Gesellschafter der Rhein-Nadel-Gruppe und als Präsident des Aachen-Laurensberger Rennvereins ALRV.
Als Sohn eines Berliner Unternehmers hat Pavel seine Jugend in Brasilien verbracht. In den 1950er Jahren kehrte er mit seinem Vater nach Deutschland zurück, wo er nach erfolgreichem Abschluss des Studiums der Fertigungstechnik an der RWTH Aachen 1970 in das väterliche Unternehmen als geschäftsführender Gesellschafter der Rhein-Nadel-Gruppe einstieg, die heute zu den Marktführern im Bereich Automations- und Zuführanlagen gehört. Den Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) entwickelte er als Präsident maßgeblich weiter. So gelang ihm, das Aachener Reitturnier, den CHIO, zu einem international anerkannten Spitzenevent auszubauen. Klaus Pavel ist ehrenamtlich Honorarkonsul der Föderativen Republik Brasilien.
Nathanael Liminski, NRW-Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien und Chef der Staatskanzlei (im Foto oben links zu sehen): „Wir haben es dem herausragenden Engagement von Klaus Pavel für den Reitsport zu verdanken, dass wir auch in diesen Tagen wieder Höchstleistungen beim CHIO in Aachen bestaunen dürfen. Dieses Fest des Spitzensports made in NRW genießt weltweit größte Anerkennung und Aufmerksamkeit. Das Wirken von Klaus Pavel reicht weit über den Bereich des Sports hinaus, wie sein Einsatz in Brasilien, dem Land seiner Kindheit, eindrucksvoll belegt. Die 1992 mit seiner Ehefrau Gudrun im brasilianischen Bundesstaat Maranhão gegründete Einrichtung ‚Fundação Pavel‘ zur Kinder- und Jugendhilfe, heute die ‚Pavel Children Foundation‘ (PCF), ermöglicht heute tägliche Nachhilfe und Hausaufgabenbetreuung, Mal-, Musik-, Tanz-, Sport- und Computerkurse und vieles mehr. Dieses großartige Lebenswerk verdient unser aller Dank und hat unser aller Respekt.“
Der "Bundesverdienstorden" (das "Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland") wurde 1951 von Bundespräsident Theodor Heuss gestiftet und seitdem an über 260.000 Bürgerinnen und Bürger verliehen. Die Aushändigungen finden üblicherweise durch Ministerpräsidenten der Länder, Landes- oder Bundesminister, Regierungspräsidenten, Landräte, Oberbürgermeister oder Bürgermeister statt. Er ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung in Deutschland und damit die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Der Verdienstorden wird in acht Stufen verliehen. Eine finanzielle Zuwendung ist mit der Verleihung des Verdienstordens nicht verbunden.