
Aachener Bundespolizisten haben am Wochenende in zwei Tagen drei mutmaßliche Schleuser geschnappt.
Zunächst hat am Freitag ein 34-jähriger Inder über die A44 aus Belgien kommend mit sechs weiteren Menschen einreisen wollen. Die allesamt indischen Mitreisenden hatten aber keine nötigen Aufenthaltsdokumente und wurden nach Belgien zurückgewiesen.
Am Sonntag hat dann ein Mann aus Algerien über die selbe Route drei Landsleute zu uns bringen wollen. In diesem Fall hatte der Fahrer keinerlei Ausweisdokumente und keinen Führerschein, seine Mitfahrer konnten keine gültigen Grenzübertrittspapiere vorweisen. Der Fahrer wurde angezeigt. Er hat danach Asyl in Deutschland beantragt und wurde zur Landeserstaufnahmeeinrichtung in Bochum geschickt. Sein Bruder (20) gab zuerst an, minderjährig zu sein. Nach Konsultierung des Jugendamts Eschweiler wurde eine Alterseinschätzung vorgenommen und er wurde als volljährig eingestuft. Die Strafanzeige wurde somit um die Ordnungswidrigkeit einer falschen Namensangabe erweitert. Er äußerte ebenfalls ein Asylbegehren und durfte sich seinem Bruder Richtung Landeserstaufnahmeeinrichtung Bochum anschließen. Die zweite Mitfahrerin (algerisch, 20) konnte ein Foto ihrer Dokumente vorlegen und ihre Einreise legitimieren. Sie wurde auf freiem Fuß belassen. Die 50-jährige Beifahrerin wurde nach weiteren Ermittlungen mittels Vernehmungen ebenfalls wegen des Einschleusens angezeigt und danach nach Belgien zurückgewiesen.