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"Brauchtumsgebiete" im Karneval
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"Brauchtumsgebiete" im Karneval

Veröffentlicht: Montag, 07.02.2022 15:31

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Die NRW-Landesregierung plant für die Karnevalstage - so wörtlich - "räumlich abgegrenzte Brauchtumsgebiete innerhalb der Städte".

Das ist das Ergebnis des Treffens von Landesgesundheitsminister Laumann und den Oberbürgermeistern der Karnevalshochburgen, an dem auch Aachens OB Sibylle Keupen teilgenommen hat.

In diesen Zonen, in denen größere Menschenansammlungen zu erwarten sind, sollen höhere Schutzmaßnahmen gelten als außerhalb. Zusätzliche Anziehungspunkte wie zum Beispiel Karnevalszüge würden aber dort verboten, um nicht noch mehr Menschen anzulocken.

Die Landesregierung will jetzt die genauen Inhalte der neuen Regelungen für Brauchtumsgebiete erarbeiten und in die Anpassungen der Coronaschutzverordnung aufnehmen. Die aktuelle Coronaschutzverordnung gilt noch bis einschließlich Mittwoch (9. Februar).

Es sei ihm ein wichtiges Anliegen gewesen, sich noch einmal mit den OBs über deren Einschätzungen für die tollen Tage auszutauschen, so Laumann. "Wir werden die mit in die Beratungen über Brauchtumsgebiete für die Karnevalstage nehmen und im Rahmen der Kommunikation zur Coronaschutzverordnung zu den weiteren Details berichten."

In den vergangenen Wochen hat es immer wieder Debatten gegeben, weil es bisher keine verbindlichen Regelungen für den Straßenkarneval gibt. Viele Vereine haben ihre Umzüge abgesagt - verboten wären sie aber nicht.

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Statement von Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen nach dem Treffen:

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"Richtigerweise haben die Vereine entschieden, dass in diesem Jahr keine Karnevalszüge und Veranstaltungen stattfinden sollen. Das haben alle vier Oberbürgermeister*innen und auch Minister Laumann ausdrücklich begrüßt. 

Unabhängig davon müssen wir als Verantwortliche für die vier Karnevalshochburgen Regelungen vorsehen, um einen hohen Schutz für alle Menschen zu gewährleisten. Landesweite einheitliche Rahmenbedingungen und Grundlagen sind dafür notwendig.  

Wir haben größtes Verständnis für die Menschen, die angesichts der besonderen Belastungen eine große Sehnsucht nach Normalität auch im Karneval haben. Ich bin dankbar und tief beeindruckt, mit wie viel Kreativität und Engagement unsere Vereine alternative Angebote zum Feiern digital entwickeln und umsetzen. Sie sind sicher nicht das, was wir uns eigentlich wünschen, aber mit Sicherheit das Gebot der Stunde, auch wenn es schwer fällt.

In unserer Stadt müssen wir gerade in diesen Tagen weiter vorsichtig sein. Der heute gemeinsam abgestimmte Rahmen gibt uns vor Ort Möglichkeiten und Regeln, auf die lokalen Besonderheiten und Herausforderungen besonnen zu reagieren - zum größtmöglichen Schutz der Aachenerinnen und Aachener. Wie das im Einzelnen für Aachen aussieht, werden wir in den nächsten Tagen auf der Grundlage der neuen Coronaschutzverordnung abschließend abstimmen und veröffentlichen."

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