
Update 21.08. 13:00
Trotz einer Verbesserung der Lage im Hohen Venn wird vor dem Betreten des Naturschutzgebiets gewarnt.
Ein Aufenthalt in den betroffenen Gebieten sei nach wie vor gefährlich, erklärten die zuständigen Behörden aus Lüttich. So könnten etwa Brandherde im Boden erneut aufflammen, Bäume und Äste herabstürzen und weiter gesundheitsschädliche Rauchgase auftreten.
Update 21.08. 12:00
Die Solidarität nach dem Großbrand im Hohen Venn ist groß.
Inzwischen sind schon mehr als 73.000 Euro an Spenden zusammengekommen. Die König-Baudouin-Stiftung und der Bürgerfonds Ostbelgien hatten einen Solidaritätsfonds eingerichtet. Das Geld soll unter anderem für die Wiederherstellung der natürlichen Lebensräume und der Infrastruktur eingesetzt werden. Außerdem sollen die Auswirkungen auf Ökosysteme sowie Tier- und Pflanzenarten untersucht und Maßnahmen zur Brandprävention verstärkt werden. Den Link findet ihr hier.
Update 21.08. 07:49
Das Feuer im Hohen Venn hat große Teile der Moorlandschaft zerstört.
Komplett kaputt ist das Moor laut Experten aber nicht. Entscheidend ist jetzt das Wasser: Alte Entwässerungsgräben und Drainagen müssen geschlossen werden, damit das Gebiet wieder vernässt. Denn nasse Moore können kaum brennen. Dann können sich auch Tiere und Pflanzen die verbrannten Flächen nach und nach zurückerobern.
Das kann allerdings Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern. Einen Meter Torfschicht zu bilden, dauert sogar rund 1.000 Jahre. Wenn das Moor jetzt richtig geschützt und wieder vernässt wird, kann es sich langfristig regenerieren, so die Experten.
Update 21.08. 06:30
Im Hohen Venn kann jetzt die Suche nach der Brandursache beginnen. Die Experten dürfen das Gelände inzwischen betreten.
Bisher war das wegen der schwierigen Lage noch nicht möglich. Der Brand ist inzwischen überall unter Kontrolle, so die Provinz Lüttich. Noch gibt es keine Hinweise darauf, wie das Feuer entstanden ist. Die Einsatzkräfte bleiben trotzdem vor Ort und passen auf, dass nichts wieder aufflammt. Auch leichtere Löschflugzeuge bleiben zur Überwachung in der Luft.
Auf deutscher Seite ist der Einsatz seit gestern Abend 18 Uhr beendet.
Update 20.08. 15:50
Feuerwehrleute haben Donnerstagmorgen bei den Löscharbeiten in dem Moorgebiet ein Birkhuhn entdeckt und in Sicherheit gebracht. Das Birkhuhn ist in Belgien vom Aussterben bedroht. Vor dem Brand hatte es in dem Naturschutzgebiet nur noch rund 15 Exemplare gegeben.
Update 20.08. 15:30
Im Hürtgenwald sind nach Angaben der Gemeinde jetzt fast alle Glutnester gelöscht. Vor einer Woche war dort der Brand entstanden, der sich zum größten in der Geschichte NRWs entwickelte. Mittlerweile habe sich das aber Brandgeschehen, auch durch den Regen, massiv beruhigt, teilte die Gemeinde mit.
Das Waldgebiet ist derzeit gesperrt. Einerseits um neue Brände zu verhindern, und andererseits zum Schutz der Menschen, sagte eine Sprecherin des Kreises Düren. Viele Bäume seien durch das Feuer geschwächt und instabil.
Update 20.08. 14:00
Der Brand im Hohen Venn ist eingegrenzt und breitet sich aktuell nicht weiter aus. Damit ist das Feuer weitestgehend unter Kontrolle. Vorausgesetzt die Wetterbedingungen bleiben ähnlich günstig, heißt es aus Lüttich. Auch Löschflugzeuge sind momentan wieder im Einsatz, um das Feuer aus der Luft zu bekämpfen.
Update 20.08. 13:00
NINA warnt aktuell für den Kreis Düren wieder vor Brandgeruch, der durch Wind aus südwestlicher Richtung aus dem Hohen Venn ins Kreisgebiet getragen wird. Eine Gefahr bestehe dadurch aber nicht.
Update 20.08. 12:50
Das Vennbad bleibt wegen der noch immer vorhandenen Rauchbelastung weiter geschlossen.
Update 20.08. 11:45
Das Feuer an der deutschen Grenze ist immer noch unter Kontrolle. In der Nacht sind aber einzelne Bereiche wieder aufgeflammt. Mit dem Spezialfahrzeug „Firefighter“ konnten die Einsatzkräfte die aber schnell löschen. In der Nacht ist außerdem ein Fahrzeug wegen des Regens auf einem der Forstwege in den Graben gerutscht. Verletzt wurde niemand, das Fahrzeug hat jetzt allerdings ein kaputtes Bremslicht.
Ab 18 Uhr will sich auch die Feuerwehr Monschau zurückziehen und den Einsatz den belgischen Kollegen überlassen. Die sind inzwischen gut genug aufgestellt, um den Brand alleine zu bekämpfen. In Kalterherberg baut die Feuerwehr jetzt alles ab. Nur die Wassertankstellen bleiben für die Löschhubschrauber der belgischen Einsatzkräfte stehen.
Update 20.08. 07:00
Das Unwetter in der Nacht hat die Löscharbeiten im Hohen Venn erschwert.
Wegen schlechter Sicht, Schlamm und umgestürzter Bäume konnten die Einsatzkräfte nur eingeschränkt arbeiten. Das berichtet der belgische Sender RTBF. Wenn das Wetter es zulässt, sollen heute Drohnen das Gebiet überfliegen und nach weiteren Brandherden suchen. Außerdem soll wieder aus der Luft gelöscht werden.
Update 19.08. 15:57
Gute Nachrichten aus Monschau-Kalterherberg. Nach den letzten Begutachtungen vor Ort, dürfen alle 30 evakuierten Einwohnerinnen und Einwohner der Bereiche Ruitzhof und Geisberg ab sofort wieder in ihre Häuser zurückkehren. Einen Tag früher als geplant.
Update 19.08. 15:20
Die Umweltorganisation WWF sieht einen enormen ökologischen Schaden durch das Feuer. Es wird Jahrzehnte dauern, bis die Natur sich erholt hat, so der WWF Belgien der belgischen Zeitung Het Laatste Nieuws. Durch die große Menge Asche sei das Gleichgewicht im Boden gestört, hieß es weiter.
Auch ein Wiederansiedlungsprojekt für seltene Auerhühner ist nach Einschätzung von Fachleuten akut gefährdet, wenn nicht gescheitert. 35 der Tiere waren im Frühjahr im Hohen Venn ausgesetzt worden, wie die Zeitung De Standaard berichtete.
Update 19.08. 14:50
NRW Innenminister Herbert Reul hat sich Mittwochvormittag in Monschau-Kalterherberg ein Bild von der Lage rund um den Waldbrand im Hohen Venn gemacht und sich bei allen Einsatzkräften bedankt. Gleichzeitig warnte er vor Spekulationen über den Auslöser der Waldbrände. Demnach gibt es Gerüchte, wonach Wildcamper den Waldbrand im belgischen Nachbarland ausgelöst haben könnten. «Das hat keinen Sinn», so Reul. Die Ursache müsse sorgfältig geprüft werden. Wenn man Täter ermitteln könne, müssten diese auch vor Gericht gestellt werden. Wenn das nicht gelinge, bleibe nur der grundsätzliche Appell, sich nicht verantwortungslos im Wald zu bewegen.
Update 19.08. 14:40
Die Stadt Monschau hat für alle, die bislang beim Einsatz am Hohen Venn geholfen haben, ein Spendenkonto eingerichtet. Mit diesem Geld sollen Feuerwehrkräfte, Landwirte, Lohnfuhrunternehmen und alle weiteren Helferinnen und Helfer finanziell unterstützt werden. Sachspenden werden derweil nicht mehr benötigt. Die Vorräte vor Ort werden noch lange reichen, heißt es von der Stadt.
Sie bedankt sich für alle bisherigen Hilfen. Die Einsatzkräfte seien jetzt optimal versorgt.
Stadt Monschau
IBAN: DE65 3905 0000 0002 2000 53
Sparkasse Aachen
Verwendungszweck: Spende Vennbrand
Update 19.08. 14:30
Weiteres Aufatmen am Hohen Venn. Feuerwehrleute haben den Brand auf der belgischen Seite eingekesselt, heißt es aus der Provinz Lüttich. Es werde aktuell eine Lagebeurteilung durchgeführt, um zu überprüfen, ob die im Laufe des Tages eingesetzten Mittel reduziert werden können. Ob weiterhin Löscheinsätze aus der Luft nötig sind, werde geprüft.
Das Feuer, das bislang rund 3.000 Hektar zerstört hat, sei aber noch nicht unter Kontrolle. In der Nacht seien Brände mehrfach wieder aufgeflammt. Ein Übergreifen der Flammen auf die deutsche Seite ist aber laut der Monschauer Feuerwehr nicht zu befürchten.
Update 19.08. 13:30
Wegen des Großbrands im Hohen Venn fällt das erste Wochenende des Burgsommers Monschau aus. Durch die anhaltende Rauchentwicklung und die angespannte Einsatzlage könne eine Gesundheitsgefährdung für Besucher nicht ausgeschlossen werden, so der Veranstalter. Zudem wolle man Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste nicht von ihren Einsätzen abziehen. Bereits gekaufte Tickets werden erstattet oder können in Gutscheine umgewandelt werden.
Der Veranstalter hofft, dass die für Ende August geplanten Konzerte stattfinden können. Gemeinsam mit der Stadt Monschau plant man außerdem ein Helferfest für Ende September oder Anfang Oktober. Eingeladen werden sollen alle Einsatzkräfte und Unterstützer, die im Zusammenhang mit dem Vennbrand Hilfe geleistet haben.
Update 19.08. 11:00 Uhr
Aktuell kann die Feuerwehr in Monschau wieder aufatmen.
Das Feuer ist weitgehend unter Kontrolle. Wenn das Wetter und die gemessenen Schadstoffwerte so bleiben wie jetzt, könnten die Bewohner aus den evakuierten Ortsteilen von Monschau-Kalterherberg ab morgen Mittag wieder in ihre Häuser zurückkehren. Das hat uns der Leiter für Bevölkerungsschutz der StädteRegion gesagt. Voreilig will man aber nicht handeln. Die Lage wird deshalb regelmäßig überprüft.
Satellitenbilder der Feuerwehr zeigen: Im hohen Venn brennt noch immer eine sehr große Fläche. Eine Gefahr für die deutsche Grenze besteht gerade aber aktuell nicht.
Ab dem Nachmittag könnte es aber nochmal spannend werden: Der Deutsche Wetterdienst warnt vor mehrstündigem Starkregen. Von der Eifel bis ins Siegerland können lokal mehr als 35 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Die Wassermassen kann der Boden nicht direkt aufnehmen, deshalb könnte es örtlich zu Überschwemmungen kommen. Unser Wetterpartner Meteo Aachen meldet, dass 10–20 Liter Niederschlag pro Quadratmeter realistisch wären. Außerdem ist der Boden aktuell nass genug, um größere Wassermengen aufnehmen zu können.
Update 19.08. 06:20
Beim Brand im Hohen Venn wollen die Einsatzkräfte heute mit Hilfe des Regens weiter gegen die Flammen vorgehen und das Feuer eindämmen. In der StädteRegion Aachen gilt weiterhin eine Warnung wegen des Brandrauchs.
Bei den Schadstoffmessungen gibt es allerdings Entwarnung: Das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima hat unter anderem an Kitas, Altenheimen und Krankenhäusern gemessen. Die typischen Schadstoffe liegen dabei unter den Orientierungs- und Grenzwerten. Trotzdem gilt: Brandrauch ist nie gesund. Deshalb Fenster und Türen möglichst geschlossen halten und Aktivitäten draußen reduzieren.
Update 18.08. 16:39
Die beiden Feuerwehrleute, die bei den Arbeiten im Hohen Venn eine Kohlenmonoxidvergiftung erlitten hatten, konnten das Krankenhaus offenbar wieder verlassen. Das berichten mehrere belgische Medien.
Update 18.08. 16:16
Hunderte Einsatzkräfte haben ein Übergreifen der Flammen im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn auf die deutsche Seite bis jetzt verhindern können. Wie die Monschauer Feuerwehr berichtete, sei der befürchtete starke Wind ausgeblieben. Zum zunehmenden Problem werde dagegen der belastende Brandrauch für die Einsatzkräfte, hieß es weiter. Der Brandgeruch zog auch weit über das deutsch-belgische Grenzgebiet und Monschau hinweg. Noch in mehr als 100 Kilometer Entfernung sorgte der unangenehme Geruch in Teilen von NRW für Warnungen. Betroffen waren etwa Köln, Wuppertal, das Oberbergische oder auch ein Teil des Ruhrgebiets - damit war der Rauch für Millionen Menschen zu riechen.
Update 18.08. 13:45
Der Dienstag zeigt sich für die Feuerwehrleute auf der belgischen Seite im Hohen Venn sehr schwierig. „Das Feuer ist nicht unter Kontrolle“, so ein Sprecher des Gouverneurs von Lüttich gegenüber der belgischen Zeitung De Standaard. Besonders schwierig sei die Arbeit in Richtung Deutschland, da das Gelände dort sehr unwegsam ist. Die Einsatzkräfte müssen an der Ostseite des Naturschutzgebiets einen Graben ausheben, um ein Übergreifen des Feuers zu verhindern. Dafür können sie aber keine Fahrzeuge einsetzen - alles wird von Hand gemacht. Wenn es aufhört zu regnen, der Wind aber anhält, würde es sehr schwierig werden, heißt es weiter. In unbewachten Gebieten flamme das Feuer bereits wieder auf.
Update 18.08. 13:30
Die Staatsanwaltschaft Lüttich hat eine Untersuchung eingeleitet, um die Ursachen des Feuers im Hohen Venn zu ermitteln. Nach Angaben des belgischen Senders RTBF können die Experten den Brandort jedoch noch nicht untersuchen, da das betroffene Gelände weiterhin nicht sicher zugänglich ist. Das Feuer hat seit seinem Beginn am Freitag rund 3.000 Hektar Vegetation verbrannt. Laut einer Studie der Universität Gent hat es seit Anfang des Jahres in Belgien bereits 234 Waldbrände gegeben – mehr als doppelt so viele wie im gesamten Jahr 2025.
Aufgrund der aktuellen Wetterbedingungen können die Einsatzkräfte im Hohen Venn am Dienstagmorgen keine Löschflüge durchführen. Das berichtet ebenfalls der belgische Sender RTBF. Die beiden schwedischen Wasserflugzeuge sowie mehrere Hubschrauber müssen wegen der sehr niedrigen Wolkenuntergrenze, die die Sicht einschränkt, am Boden bleiben. Währenddessen ändern die Feuerwehrleute ihre Strategie und versuchen, das Feuer am Boden einzukreisen, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.
Update 18.08. 12:30
„Wir traben auf der Stelle“, so die Feuerwehr Monschau zur Brandbekämpfung am Hohen Venn. Demnach können die Einsatzkräfte dem Feuer momentan Einhalt gebieten, und es breitet sich nach derzeitigem Stand nicht weiter aus. Wie lange der Einsatz dauern wird, ist allerdings noch nicht abzusehen – auch nicht, wann die Evakuierten in ihre Häuser zurückkehren können.
Aktuell befindet sich das Feuer 2,3 Kilometer von der deutschen Seite entfernt. Durch den Regen entstehen vermehrt Rauchgase. Deswegen gilt weiterhin die Warnung für Monschau, Roetgen und Simmerath, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Klima- und Lüftungsanlagen auszuschalten. Auch Tiere sollten in geschlossenen Räumen bleiben. Außerdem gibt es eine Warnung für die gesamte StädteRegion Aachen. Es kann weiterhin zu Geruchsbelästigungen durch den Waldbrand kommen.
Update 18.08. 09:30
Wegen des Waldbrands im Hohen Venn gibt es aktuell eine Warnung für Monschau, Roetgen und Simmerath. Dort kann es zu starker Geruchsbelästigung und Schadstoffen in der Luft kommen. Die Behörden empfehlen deshalb: Fenster und Türen geschlossen halten und Klima- und Lüftungsanlagen ausschalten. Auch Tiere sollten in geschlossenen Räumen bleiben. Der Notruf soll nur in echten Notfällen gewählt werden.
Außerdem gibt es eine Warnung für die gesamte StädteRegion Aachen. Es kann weiterhin zu Geruchsbelästigungen durch den Waldbrand kommen. Eine Gefahr besteht laut Behörden aber nicht. Türen und Fenster sollten trotzdem vorsorglich geschlossen bleiben. Auch Lüftungen und Klimaanlagen sollten ausgeschaltet werden.
Update 18.08. 07:30
Zusammen mit dem fehlenden Wind hat der Regen dafür gesorgt, dass sich das Feuer im hohen Venn erstmal nicht weiter in Richtung Deutschland ausgebreitet hat.
Die Brandlinie ist noch etwa 2,3 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Weitere Evakuierungen sind aktuell nicht geplant. Die Lage hat sich dadurch etwas entspannt. Das heißt aber nicht, dass der Brand unter Kontrolle ist. Rund 240 deutsche Einsatzkräfte unterstützen die Löscharbeiten auf belgischer Seite.
Und jetzt kommt es wieder aufs Wetter an: Für heute ist weiterer Regen angekündigt. Gleichzeitig müssen sich die Einsatzkräfte auf kräftigen Wind einstellen, der die Löscharbeiten schwieriger machen könnte.
Der belgische öffentlich-rechtliche Sender RTBF berichtet heute Morgen, dass sich zwei Feuerwehrleute bei dem Einsatz mit Kohlenmonoxid vergiftet haben. Beide wurden ins Krankenhaus gebracht, ihr Zustand ist stabil.
Update 17.08. Update 16:50
Nach einer leichten Entspannung am Morgen ist derzeit unklar, ob sich das Feuer im Naturschutzgebiet Hohes Venn in Richtung deutscher Grenze weiter ausbreiten wird oder nicht. Anfangs hatte das Wetter in die Hände der Feuerwehr gespielt, so Einsatzleiter der Monschauer Feuerwehr Philipp Krüger:
Die etwa 30 evakuierten Einwohner können noch nicht in ihre Häuser zurückkehren. Weitere Evakuierungen sind noch nicht geplant. Die dynamische Lage werde aber genau beobachtet:
Update 17.08. 15:40
Die Löscharbeiten gestalten sich weiterhin schwierig und kräftezehrend.
Beim Einsatz an der Grenze ist ein Feuerwehrmann aus Monschau mit Verdacht auf einen Herzinfarkt ins Krankenhaus gebracht worden. Das berichtete der Leiter der Monschauer Feuerwehr.
Außerdem sei ein Feuerwehrfahrzeug der belgischen Kollegen in einem Graben gelandet. Daher könnten die Monschauer Einsatzkräfte nicht mit größeren Fahrzeugen vorrücken, heißt es.
Bisher habe man aber verhindern können, dass der Brand sich weiter in Richtung deutscher Grenze bewege.
Update 17.08. 15:30
Die Brandlage im Hohen Venn in Belgien an der Grenze zu Deutschland ist nach Einschätzung von Monschaus Bürgermeisterin Carmen Krämer unverändert. Der Regen habe zwar ein bisschen gutgetan, aber nicht das Feuer gelöscht, heißt es. Dafür war es noch zu wenig. Deshalb könnten die etwa 30 evakuierten Einwohner derzeit auch noch nicht in ihre Häuser zurückkehren, sagte Krämer bei einer Pressekonferenz. Man tue alles dafür, dass niemand in Gefahr gerate.
Der Waldbrand im Hohen Venn ist einer der größten Waldbrände in der belgischen Geschichte und betrifft eine Fläche von rund 3000 Hektar.
Update 17.08. Update 13:30
Die aktuelle Wetterlage trägt zu einer weiteren Entspannung im Hohen Venn bei.
Regen und ausbleibender Wind wirken sich positiv aus. Laut den Prognosen vom Deutschen Wetterdienst soll es nun im weiteren Tagesverlauf keinen Regen mehr geben, bevor dann am Dienstagvormittag wieder leichtere Niederschläge erwartet werden. Laut Vorhersage kann es am Mittwoch, Donnerstag und Freitag dann sogar stärker regnen.
Gleichzeitig entsteht durch den Niederschlag mehr Rauch, weil das Wasser auf den heißen Flächen verdampft. Deswegen bittet die Stadt Monschau alle Bürgerinnen und Bürger die Fenster und Türen vorerst geschlossen zu halten. Die Löscharbeiten laufen parallel weiter. Auch die Bundeswehr ist mit Hubschraubern im Einsatz.
Wegen der erhöhten Wasserentnahme ist es laut Wasserversorgungszweckverband Perlenbach zu einem Schaden gekommen, der das Trinkwasser trübt. Der Schaden wurde mittlerweile behoben. Die Eintrübungen des Trinkwassers ist nicht gesundheitsgefährdend. Bis zum Nachmittag soll sich das Wasser wieder klären.
Die Stadt Monschau informiert ab 15 Uhr bei einer Pressekonferenz über die aktuelle Lage.
Update
Die Lage rund um den Brand im Hohen Venn hat sich etwas stabilisiert. Zwar sind die Flammen weiterhin nur rund 300 Meter von den Häusern in Monschau entfernt, die Behörden gehen aktuell aber nicht davon aus, dass das Feuer auf die deutsche Seite übergreift. In der Nacht war ein Teil von Monschau Kalterherberg evakuiert worden. Rund 30 Menschen aus Ruitzhof und Geisberg brachten die Einsatzkräfte in Sicherheit
Die Löscharbeiten auf belgischer Seite laufen weiter. Unterstützt werden die Einsatzkräfte inzwischen auch aus den Niederlanden und von der Bundeswehr mit zwei Löschhubschraubern. Schwierige Bedingungen macht vor allem der starke, ständig drehende Wind.
Betroffene und Angehörige bekommen psychologische Unterstützung. Die Telefonhilfe Ostbelgien ist rund um die Uhr unter der 108 erreichbar. Wer darüber hinaus Hilfe braucht, kann sich an das Beratungs- und Therapiezentrum Eupen wenden.
In Hürtgenwald ist der Brand soweit unter Kontrolle.