
Update 16:50
Nach einer leichten Entspannung am Morgen ist derzeit unklar, ob sich das Feuer im Naturschutzgebiet Hohes Venn in Richtung deutscher Grenze weiter ausbreiten wird oder nicht. Anfangs hatte das Wetter in die Hände der Feuerwehr gespielt, so Einsatzleiter der Monschauer Feuerwehr Philipp Krüger:
Die etwa 30 evakuierten Einwohner können noch nicht in ihre Häuser zurückkehren. Weitere Evakuierungen sind noch nicht geplant. Die dynamische Lage werde aber genau beobachtet:
Update 15:40
Die Löscharbeiten gestalten sich weiterhin schwierig und kräftezehrend.
Beim Einsatz an der Grenze ist ein Feuerwehrmann aus Monschau mit Verdacht auf einen Herzinfarkt ins Krankenhaus gebracht worden. Das berichtete der Leiter der Monschauer Feuerwehr.
Außerdem sei ein Feuerwehrfahrzeug der belgischen Kollegen in einem Graben gelandet. Daher könnten die Monschauer Einsatzkräfte nicht mit größeren Fahrzeugen vorrücken, heißt es.
Bisher habe man aber verhindern können, dass der Brand sich weiter in Richtung deutscher Grenze bewege.
Update 15:30
Die Brandlage im Hohen Venn in Belgien an der Grenze zu Deutschland ist nach Einschätzung von Monschaus Bürgermeisterin Carmen Krämer unverändert. Der Regen habe zwar ein bisschen gutgetan, aber nicht das Feuer gelöscht, heißt es. Dafür war es noch zu wenig. Deshalb könnten die etwa 30 evakuierten Einwohner derzeit auch noch nicht in ihre Häuser zurückkehren, sagte Krämer bei einer Pressekonferenz. Man tue alles dafür, dass niemand in Gefahr gerate.
Der Waldbrand im Hohen Venn ist einer der größten Waldbrände in der belgischen Geschichte und betrifft eine Fläche von rund 3000 Hektar.
Update 13:30
Die aktuelle Wetterlage trägt zu einer weiteren Entspannung im Hohen Venn bei.
Regen und ausbleibender Wind wirken sich positiv aus. Laut den Prognosen vom Deutschen Wetterdienst soll es nun im weiteren Tagesverlauf keinen Regen mehr geben, bevor dann am Dienstagvormittag wieder leichtere Niederschläge erwartet werden. Laut Vorhersage kann es am Mittwoch, Donnerstag und Freitag dann sogar stärker regnen.
Gleichzeitig entsteht durch den Niederschlag mehr Rauch, weil das Wasser auf den heißen Flächen verdampft. Deswegen bittet die Stadt Monschau alle Bürgerinnen und Bürger die Fenster und Türen vorerst geschlossen zu halten. Die Löscharbeiten laufen parallel weiter. Auch die Bundeswehr ist mit Hubschraubern im Einsatz.
Wegen der erhöhten Wasserentnahme ist es laut Wasserversorgungszweckverband Perlenbach zu einem Schaden gekommen, der das Trinkwasser trübt. Der Schaden wurde mittlerweile behoben. Die Eintrübungen des Trinkwassers ist nicht gesundheitsgefährdend. Bis zum Nachmittag soll sich das Wasser wieder klären.
Die Stadt Monschau informiert ab 15 Uhr bei einer Pressekonferenz über die aktuelle Lage.
Update
Die Lage rund um den Brand im Hohen Venn hat sich etwas stabilisiert. Zwar sind die Flammen weiterhin nur rund 300 Meter von den Häusern in Monschau entfernt, die Behörden gehen aktuell aber nicht davon aus, dass das Feuer auf die deutsche Seite übergreift. In der Nacht war ein Teil von Monschau Kalterherberg evakuiert worden. Rund 30 Menschen aus Ruitzhof und Geisberg brachten die Einsatzkräfte in Sicherheit
Die Löscharbeiten auf belgischer Seite laufen weiter. Unterstützt werden die Einsatzkräfte inzwischen auch aus den Niederlanden und von der Bundeswehr mit zwei Löschhubschraubern. Schwierige Bedingungen macht vor allem der starke, ständig drehende Wind.
Betroffene und Angehörige bekommen psychologische Unterstützung. Die Telefonhilfe Ostbelgien ist rund um die Uhr unter der 108 erreichbar. Wer darüber hinaus Hilfe braucht, kann sich an das Beratungs- und Therapiezentrum Eupen wenden.
In Hürtgenwald ist der Brand soweit unter Kontrolle.