
Update 19.08. 11:00 Uhr
Aktuell kann die Feuerwehr in Monschau wieder aufatmen.
Das Feuer ist weitgehend unter Kontrolle. Wenn das Wetter und die gemessenen Schadstoffwerte so bleiben wie jetzt, könnten die Bewohner aus den evakuierten Ortsteilen von Monschau-Kalterherberg ab morgen Mittag wieder in ihre Häuser zurückkehren. Das hat uns der Leiter für Bevölkerungsschutz der StädteRegion gesagt. Voreilig will man aber nicht handeln. Die Lage wird deshalb regelmäßig überprüft.
Satellitenbilder der Feuerwehr zeigen: Im hohen Venn brennt noch immer eine sehr große Fläche. Eine Gefahr für die deutsche Grenze besteht gerade aber aktuell nicht.
Ab dem Nachmittag könnte es aber nochmal spannend werden: Der Deutsche Wetterdienst warnt vor mehrstündigem Starkregen. Von der Eifel bis ins Siegerland können lokal mehr als 35 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Die Wassermassen kann der Boden nicht direkt aufnehmen, deshalb könnte es örtlich zu Überschwemmungen kommen. Unser Wetterpartner Meteo Aachen meldet, dass 10–20 Liter Niederschlag pro Quadratmeter realistisch wären. Außerdem ist der Boden aktuell nass genug, um größere Wassermengen aufnehmen zu können.
Update 19.08. 06:20
Beim Brand im Hohen Venn wollen die Einsatzkräfte heute mit Hilfe des Regens weiter gegen die Flammen vorgehen und das Feuer eindämmen. In der StädteRegion Aachen gilt weiterhin eine Warnung wegen des Brandrauchs.
Bei den Schadstoffmessungen gibt es allerdings Entwarnung: Das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima hat unter anderem an Kitas, Altenheimen und Krankenhäusern gemessen. Die typischen Schadstoffe liegen dabei unter den Orientierungs- und Grenzwerten. Trotzdem gilt: Brandrauch ist nie gesund. Deshalb Fenster und Türen möglichst geschlossen halten und Aktivitäten draußen reduzieren.
Update 18.08. 16:39
Die beiden Feuerwehrleute, die bei den Arbeiten im Hohen Venn eine Kohlenmonoxidvergiftung erlitten hatten, konnten das Krankenhaus offenbar wieder verlassen. Das berichten mehrere belgische Medien.
Update 18.08. 16:16
Hunderte Einsatzkräfte haben ein Übergreifen der Flammen im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn auf die deutsche Seite bis jetzt verhindern können. Wie die Monschauer Feuerwehr berichtete, sei der befürchtete starke Wind ausgeblieben. Zum zunehmenden Problem werde dagegen der belastende Brandrauch für die Einsatzkräfte, hieß es weiter. Der Brandgeruch zog auch weit über das deutsch-belgische Grenzgebiet und Monschau hinweg. Noch in mehr als 100 Kilometer Entfernung sorgte der unangenehme Geruch in Teilen von NRW für Warnungen. Betroffen waren etwa Köln, Wuppertal, das Oberbergische oder auch ein Teil des Ruhrgebiets - damit war der Rauch für Millionen Menschen zu riechen.
Update 18.08. 13:45
Der Dienstag zeigt sich für die Feuerwehrleute auf der belgischen Seite im Hohen Venn sehr schwierig. „Das Feuer ist nicht unter Kontrolle“, so ein Sprecher des Gouverneurs von Lüttich gegenüber der belgischen Zeitung De Standaard. Besonders schwierig sei die Arbeit in Richtung Deutschland, da das Gelände dort sehr unwegsam ist. Die Einsatzkräfte müssen an der Ostseite des Naturschutzgebiets einen Graben ausheben, um ein Übergreifen des Feuers zu verhindern. Dafür können sie aber keine Fahrzeuge einsetzen - alles wird von Hand gemacht. Wenn es aufhört zu regnen, der Wind aber anhält, würde es sehr schwierig werden, heißt es weiter. In unbewachten Gebieten flamme das Feuer bereits wieder auf.
Update 18.08. 13:30
Die Staatsanwaltschaft Lüttich hat eine Untersuchung eingeleitet, um die Ursachen des Feuers im Hohen Venn zu ermitteln. Nach Angaben des belgischen Senders RTBF können die Experten den Brandort jedoch noch nicht untersuchen, da das betroffene Gelände weiterhin nicht sicher zugänglich ist. Das Feuer hat seit seinem Beginn am Freitag rund 3.000 Hektar Vegetation verbrannt. Laut einer Studie der Universität Gent hat es seit Anfang des Jahres in Belgien bereits 234 Waldbrände gegeben – mehr als doppelt so viele wie im gesamten Jahr 2025.
Aufgrund der aktuellen Wetterbedingungen können die Einsatzkräfte im Hohen Venn am Dienstagmorgen keine Löschflüge durchführen. Das berichtet ebenfalls der belgische Sender RTBF. Die beiden schwedischen Wasserflugzeuge sowie mehrere Hubschrauber müssen wegen der sehr niedrigen Wolkenuntergrenze, die die Sicht einschränkt, am Boden bleiben. Währenddessen ändern die Feuerwehrleute ihre Strategie und versuchen, das Feuer am Boden einzukreisen, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.
Update 18.08. 12:30
„Wir traben auf der Stelle“, so die Feuerwehr Monschau zur Brandbekämpfung am Hohen Venn. Demnach können die Einsatzkräfte dem Feuer momentan Einhalt gebieten, und es breitet sich nach derzeitigem Stand nicht weiter aus. Wie lange der Einsatz dauern wird, ist allerdings noch nicht abzusehen – auch nicht, wann die Evakuierten in ihre Häuser zurückkehren können.
Aktuell befindet sich das Feuer 2,3 Kilometer von der deutschen Seite entfernt. Durch den Regen entstehen vermehrt Rauchgase. Deswegen gilt weiterhin die Warnung für Monschau, Roetgen und Simmerath, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Klima- und Lüftungsanlagen auszuschalten. Auch Tiere sollten in geschlossenen Räumen bleiben. Außerdem gibt es eine Warnung für die gesamte StädteRegion Aachen. Es kann weiterhin zu Geruchsbelästigungen durch den Waldbrand kommen.
Update 18.08. 09:30
Wegen des Waldbrands im Hohen Venn gibt es aktuell eine Warnung für Monschau, Roetgen und Simmerath. Dort kann es zu starker Geruchsbelästigung und Schadstoffen in der Luft kommen. Die Behörden empfehlen deshalb: Fenster und Türen geschlossen halten und Klima- und Lüftungsanlagen ausschalten. Auch Tiere sollten in geschlossenen Räumen bleiben. Der Notruf soll nur in echten Notfällen gewählt werden.
Außerdem gibt es eine Warnung für die gesamte StädteRegion Aachen. Es kann weiterhin zu Geruchsbelästigungen durch den Waldbrand kommen. Eine Gefahr besteht laut Behörden aber nicht. Türen und Fenster sollten trotzdem vorsorglich geschlossen bleiben. Auch Lüftungen und Klimaanlagen sollten ausgeschaltet werden.
Update 18.08. 07:30
Zusammen mit dem fehlenden Wind hat der Regen dafür gesorgt, dass sich das Feuer im hohen Venn erstmal nicht weiter in Richtung Deutschland ausgebreitet hat.
Die Brandlinie ist noch etwa 2,3 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Weitere Evakuierungen sind aktuell nicht geplant. Die Lage hat sich dadurch etwas entspannt. Das heißt aber nicht, dass der Brand unter Kontrolle ist. Rund 240 deutsche Einsatzkräfte unterstützen die Löscharbeiten auf belgischer Seite.
Und jetzt kommt es wieder aufs Wetter an: Für heute ist weiterer Regen angekündigt. Gleichzeitig müssen sich die Einsatzkräfte auf kräftigen Wind einstellen, der die Löscharbeiten schwieriger machen könnte.
Der belgische öffentlich-rechtliche Sender RTBF berichtet heute Morgen, dass sich zwei Feuerwehrleute bei dem Einsatz mit Kohlenmonoxid vergiftet haben. Beide wurden ins Krankenhaus gebracht, ihr Zustand ist stabil.
Update 17.08. Update 16:50
Nach einer leichten Entspannung am Morgen ist derzeit unklar, ob sich das Feuer im Naturschutzgebiet Hohes Venn in Richtung deutscher Grenze weiter ausbreiten wird oder nicht. Anfangs hatte das Wetter in die Hände der Feuerwehr gespielt, so Einsatzleiter der Monschauer Feuerwehr Philipp Krüger:
Die etwa 30 evakuierten Einwohner können noch nicht in ihre Häuser zurückkehren. Weitere Evakuierungen sind noch nicht geplant. Die dynamische Lage werde aber genau beobachtet:
Update 17.08. 15:40
Die Löscharbeiten gestalten sich weiterhin schwierig und kräftezehrend.
Beim Einsatz an der Grenze ist ein Feuerwehrmann aus Monschau mit Verdacht auf einen Herzinfarkt ins Krankenhaus gebracht worden. Das berichtete der Leiter der Monschauer Feuerwehr.
Außerdem sei ein Feuerwehrfahrzeug der belgischen Kollegen in einem Graben gelandet. Daher könnten die Monschauer Einsatzkräfte nicht mit größeren Fahrzeugen vorrücken, heißt es.
Bisher habe man aber verhindern können, dass der Brand sich weiter in Richtung deutscher Grenze bewege.
Update 17.08. 15:30
Die Brandlage im Hohen Venn in Belgien an der Grenze zu Deutschland ist nach Einschätzung von Monschaus Bürgermeisterin Carmen Krämer unverändert. Der Regen habe zwar ein bisschen gutgetan, aber nicht das Feuer gelöscht, heißt es. Dafür war es noch zu wenig. Deshalb könnten die etwa 30 evakuierten Einwohner derzeit auch noch nicht in ihre Häuser zurückkehren, sagte Krämer bei einer Pressekonferenz. Man tue alles dafür, dass niemand in Gefahr gerate.
Der Waldbrand im Hohen Venn ist einer der größten Waldbrände in der belgischen Geschichte und betrifft eine Fläche von rund 3000 Hektar.
Update 17.08. Update 13:30
Die aktuelle Wetterlage trägt zu einer weiteren Entspannung im Hohen Venn bei.
Regen und ausbleibender Wind wirken sich positiv aus. Laut den Prognosen vom Deutschen Wetterdienst soll es nun im weiteren Tagesverlauf keinen Regen mehr geben, bevor dann am Dienstagvormittag wieder leichtere Niederschläge erwartet werden. Laut Vorhersage kann es am Mittwoch, Donnerstag und Freitag dann sogar stärker regnen.
Gleichzeitig entsteht durch den Niederschlag mehr Rauch, weil das Wasser auf den heißen Flächen verdampft. Deswegen bittet die Stadt Monschau alle Bürgerinnen und Bürger die Fenster und Türen vorerst geschlossen zu halten. Die Löscharbeiten laufen parallel weiter. Auch die Bundeswehr ist mit Hubschraubern im Einsatz.
Wegen der erhöhten Wasserentnahme ist es laut Wasserversorgungszweckverband Perlenbach zu einem Schaden gekommen, der das Trinkwasser trübt. Der Schaden wurde mittlerweile behoben. Die Eintrübungen des Trinkwassers ist nicht gesundheitsgefährdend. Bis zum Nachmittag soll sich das Wasser wieder klären.
Die Stadt Monschau informiert ab 15 Uhr bei einer Pressekonferenz über die aktuelle Lage.
Update
Die Lage rund um den Brand im Hohen Venn hat sich etwas stabilisiert. Zwar sind die Flammen weiterhin nur rund 300 Meter von den Häusern in Monschau entfernt, die Behörden gehen aktuell aber nicht davon aus, dass das Feuer auf die deutsche Seite übergreift. In der Nacht war ein Teil von Monschau Kalterherberg evakuiert worden. Rund 30 Menschen aus Ruitzhof und Geisberg brachten die Einsatzkräfte in Sicherheit
Die Löscharbeiten auf belgischer Seite laufen weiter. Unterstützt werden die Einsatzkräfte inzwischen auch aus den Niederlanden und von der Bundeswehr mit zwei Löschhubschraubern. Schwierige Bedingungen macht vor allem der starke, ständig drehende Wind.
Betroffene und Angehörige bekommen psychologische Unterstützung. Die Telefonhilfe Ostbelgien ist rund um die Uhr unter der 108 erreichbar. Wer darüber hinaus Hilfe braucht, kann sich an das Beratungs- und Therapiezentrum Eupen wenden.
In Hürtgenwald ist der Brand soweit unter Kontrolle.