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Bluttat am Obi-Parkplatz: Geständnis zum Prozessauftakt
© Antenne AC
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Bluttat am Obi-Parkplatz: Geständnis zum Prozessauftakt

Veröffentlicht: Montag, 30.10.2023 06:39

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(Update)

Beim Prozess um die Bluttat auf dem Obi-Parkplatz vorm Aachener Landgericht hat der Angeklagte am Montag vor Gericht schluchzend zugegeben, seine Ehefrau umgebracht zu haben.

Der 37-jährige Kosovare soll seine Ehefrau im Mai dieses Jahres heimtückisch und aus niederen Beweggründen einem 20 cm langen Küchenmesser erstochen haben, heißt es in der Anklage.

Er soll die Trennung von seiner Frau nicht akzeptiert haben. Die beiden sollen sich auf dem Parkplatz verabredet haben, weil der Mann eins der drei gemeinsamen Kinder übergeben sollte.

Die Frau hat 20 Stichwunden erlitten und ist innerhalb von Minuten gestorben. Verletzt wurde auch ihre Schwester, die zu Hilfe kommen wollte.

Laut Anklage soll der Mann noch ein Video der Sterbenden aufgenommen haben, dabei gelächelt haben und davongefahren sein. Zeugen hatten die Polizei alarmiert, die in Minutenschnelle vor Ort war. Das Aachener Polizeipräsidium liegt in Sichtweite des Tatorts. Nach der Tat hatte sich der Mann der Polizei gestellt.

Am ersten Prozesstag hat der Angeklagte kurz das Wort ergriffen und eine Erklärung vorgelesen. "Ich stehe der Tat fassungslos gegenüber", sagte er unter Schluchzen und Schniefen. Die von ihm begangene Tat sei keinesfalls geplant gewesen. Auch habe er seine Frau zu keinem Zeitpunkt als sein Eigentum betrachtet. An die unmittelbare Tat könne er sich nicht erinnern. Er stimme einer psychiatrischen Untersuchung zu.

In ihrem Notizbuch hatte das spätere Opfer geschrieben, ihr Mann sei unverhältnismäßig eifersüchtig und kontrollsüchtig und habe gesagt, sie gehöre nur ihm. Die Frau mit deutscher und kosovarischer Staatsangehörigkeit war mit ihren Kindern in ein Frauenhaus gezogen.

Der Prozess findet unter verstärkten Sicherheitsmaßnahmen statt. Das Gericht hat Verhandlungstage bis Ende November geplant.

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