
Die Betreuungsausfälle in den Kitas der StädteRegion Aachen nehmen weiter zu.
Laut der Landesregierung hat im laufenden Jahr jede zweite Kita ihr Angebot einschränken müssen – zum Beispiel durch verkürzte Öffnungszeiten oder kleinere Gruppen.
Der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling kritisiert den Personalmangel und warnt vor Qualitätsverlust durch die geplante KiBiZ-Reform.
Das Jugendamt der StädteRegion weist aber daraufhin, dass die meisten Ausfälle kurzfristige Krankheitsfälle sind, die es bei Erziehern eben durch den engen Kontakt zu Kindern öfter gebe.
So seien 2025 bis zum heutigen Tag in 33 der insgesamt 47 Einrichtungen in den vier Kommunen Baesweiler, Monschau, Roetgen und Simmerath (unser Jugendamtsbezirk) Betreuungseinschränkungen gemeldet worden. Ein Tag, an dem in einer 6-gruppigen Kita eine Nachmittagsgruppe nicht bis 17 Uhr, sondern nur bis 15 Uhr laufen kann, weil der vom Kibiz vorgeschriebene Betreuungsschlüssel nicht eingehalten ist, sei dann ebenso eine Betreuungseinschränkung wie eine komplette Gruppenschließung über eine gesamte Woche.
Grundsätzlich werde es dennoch immer schwieriger, offene Stellen zu besetzen – erstmals sind bei der StädteRegion in diesem Jahr sogar Ausbildungsplätze unbesetzt geblieben.
Finanzielle Mittel seien vorhanden, das Hauptproblem bleibe der Fachkräftemangel. Bewerbungen für das Ausbildungsjahr 2026 sind noch bis Ende dieses Jahres möglich.