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Besserer Mindestlohn: 39.000 Menschen hier verdienen mehr
© NGG Aachen
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Besserer Mindestlohn: 39.000 Menschen hier verdienen mehr

Wenn zum 1. Oktober der Mindestlohn auf 12 Euro steigt, profitieren davon hier in der StädteRegion Aachen 39.000 Beschäftigte, die derzeit noch weniger als 12 Euro pro Stunde verdienen.

Bei knapp 250.000 Beschäftigten insgesamt beträgt der Anteil 15,6 Prozent, teilt der DGB hier in der Region mit. Also bekommt in etwa jeder Sechste durch den neuen Mindestlohn mehr Geld für seine Arbeit.

Ralf Woelk, Geschäftsführer der DGB Region NRW Süd-West: „Für die Gewerkschaften ist die Erhöhung des Mindestlohns ein großer Erfolg, für den wir lange gekämpft haben. 12 Euro bedeutet für viele Menschen eine spürbare Verbesserung ihres Einkommens. Jetzt müssen wir gemeinsam darauf achten, dass der Mindestlohn auch gezahlt wird und bei den Menschen ankommt!“.

Die Bundesregierung müsse deshalb die zuständige Behörde Finanzkontrolle Schwarzarbeit personell deutlich stärken. Die Beschäftigten sollen auch überprüfen, ob der im Arbeitsvertrag angegebene Lohn der neuen Mindestlohnregelung entspricht. „Wer Vollzeit arbeitet, der muss, nach der Erhöhung des Mindestlohns ab Oktober, mindestens einen Brutto-Lohn von über 2.000 € erhalten. Arbeitsverträge (Vollzeit) die weniger als 2.000 € Bruttoverdienst enthalten, unterlaufen daher ab Oktober den Mindestlohn und müssen geändert werden“, so Woelk weiter.

Insbesondere für die vielen Minijobber*innen bedeute die Erhöhung des Mindestlohns eine deutliche Einkommenssteigerung. Denn rund 80% der Minijobs werden nur auf Basis des Mindestlohns vergütet. Daher muss jetzt für viele Minijobber*innen entweder der Monatslohn erhöht oder die Stundenzahl reduziert werden, um den Arbeitsvertrag auf die Mindestlohnerhöhung anzupassen.

Gewerkschaften bieten ihren Mitgliedern Beratung und Unterstützung an, wenn es darum geht, die erhöhten Mindestlohnforderungen geltend zu machen. Wichtig dafür ist, dass die Arbeitszeiten im Betrieb schriftlich dokumentiert werden. Im Zweifel empfiehlt es sich, die Arbeitszeiten selbst zu dokumentieren.

Veröffentlicht: Mittwoch, 28.09.2022 08:05

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