
Besserer Hochwasserschutz
Das Land NRW ist bereit und willens, die StädteRegion beim Wiederaufbau der Hochwassergebiete nach Kräften zu unterstützen.
Das zeige der Besuch von NRW-Bauministerin Scharrenbach beim jünsten Wissenschafts-Praxis-Dialog in Aachen zum KAHR-Projekt, sagt Städteregionsrat Tim Grüttemeier.
KAHR steht für "Klima-Anpassung-Hochwasser-Resilienz", das Projekt soll betroffenen Städte und Regionen widerstandsfähiger gegen Starkregenereignisse und Überflutungen machen.
Grüttemeier hat bei dem Treffen auf schnelle und pragmatische Lösungen gedrängt. Viele Betroffene hätten ihre Häuser schon ohne weitere Sicherungsmaßnahmen wieder aufgebaut - und und um auch deren Risiko vor einer erneuten Überflutung zu senken, brauche man zeitnah innovative Konzepte und Lösungen: "Die einfache Forderung, dass da, wo Wasser war, kein Wiederaufbau erfolgen soll, lässt sich in einem so dicht besiedelten Raum nicht realisieren.“
NRW-Ministerin Ina Scharrenbach hat in ihrer Rede an das Schicksal tausender Menschen und an die großen Herausforderungen erinnert, die noch gemeinsam zu bewältigen seien.
Prof. Dr. Holger Schüttrumpf, KAHR-Sprecher für NRW, hat erklärt, dass es im resilienten Wiederaufbau nicht nur um Gebäude und Infrastruktur geht, sondern insbesondere auch darum, wie man sich zukünftig hochwassertechnisch besser schützen kann. Es gebe sowohl technische als auch natürliche Potentiale und Möglichkeiten für den Wasserrückhalt. „Letztendlich muss dem Fluss wieder mehr Raum gegeben und die Schadensexposition reduziert werden“, so Schüttrumpf.
Jens Hasse vom Deutschen Institut für Urbanistik hat sich mit Kommunen aus Baden-Württemberg, Niedersachsen, Sachsen und Bayern befasst. Diese ausgewählten Beispiele hätten in der Vergangenheit Erfahrungen mit schweren Hochwassern gemacht und würden einen Erfahrungsaustausch mit aktuell betroffenen Regionen anbeiten.
Bisherige Ergebnisse des KAHR-Projekts findet man HIER. Dabei handelt es sich um zehn Empfehlungen aus Sicht der Wissenschaft zum Thema Wiederaufbau und Zukunftsfähigkeit der flutbetroffenen Regionen.
Fotos: Andreas Herrmann
KAHR – Sprecher, Dr. Grüttemeier, Ministerin Scharrenbach
(Von links:) Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier, NRW-Ministerin Ina Scharrenbach, Prof. Dr. Holger Schüttrumpf (KAHR-Sprecher für NRW) und Prof. Dr. Jörn Birkmann (KAHR-Sprecher Rheinland-Pfalz) haben sich jetzt im Haus der StädteRegion mit den bisherigen Ergebnissen des KAHR-Projektes beschäftigt. Gemeinsam wollen sie alles tun, was erforderlich ist, um die Räume auf die Zukunft vorzubereiten und resilienter zu machen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 09.11.2022 10:05