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AVV und Partner fordern mehr Geld von Bund und Land
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AVV und Partner fordern mehr Geld von Bund und Land

Um den Öffentlichen Personennahverkehr günstig und effektiv zu halten, fordern Kommunen, Verbünde und Verkehrsunternehmen in NRW mehr Geld. Der Aachener Verkehrsverbund und seine Partner haben jetzt an Bund und Land appelliert, für Erhalt und Ausbau des ÖPNV mehr finanzielle Mittel bereitzustellen.

Während der Corona-Krise habe man trotz geringerer Auslastung die Angebote aufrechterhalten. Inzwischen werde die Finanzierungslücke aber immer größer. Demnach gehen die Nahverkehrsakteure in NRW für das kommende Jahr von einem kurzfristigen Finanzierungsbedarf von circa 500 bis 600 Millionen Euro aus. Das zeige sehr deutlich, wie groß die Misere der Branche für die nächsten Jahre sei. Die Kommunen hätten da keinen Spielraum mehr, deswegen müssten Bund und Land in die Bresche springen.

Dazu gehörten Investitionen in Infrastruktur und Fahrzeuge, außerdem müssten auch die weiter steigenden Betriebs- und Personalkosten und ein Ausgleich der Corona-bedingten Einnahmeausfälle gefördert werden. Ansonsten sei davon auszugehen, dass die Fahrpreise steigen und Angebote wieder gestrichen würden.

Hans-Peter Geulen, der Geschäftsführer des Aachener Verkehrsverbunds (AVV): 

„Unser Ziel ist ein preiswerter ÖPNV für alle. Über die bisherige Finanzierung des Öffentlichen Personennahverkehrs in Deutschland werden die Betriebs- und Investitionskosten der Verkehrsunternehmen nur zum Teil gedeckt. Es zeichnet sich ab, dass die Einnahmen der Verkehrsunternehmen nicht mehr ausreichen, um perspektivisch die steigenden Aufwände zu decken. Dieser Finanzbedarf kann nicht allein durch gesteigerte Ticketverkäufe refinanziert werden.

Darin sind sich alle Nahverkehrsakteure einig: Um die internationalen Klimaziele zu erreichen und den ÖPNV voranzubringen, müssen wir das Angebot stärken und deutlich mehr Fahrgäste für eine klima- und umweltfreundliche Mobilität mit Bus und Bahn gewinnen.“

Veröffentlicht: Freitag, 12.08.2022 04:45

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