
AVV: Corona wird Fahrgastzahlen senken
Der Aachener Verkehrs-Verbund (AVV) erwartet im laufenden Jahr schwerwiegende Einbrüche bei den Fahrgastzahlen.
Der weitgehende Stillstand des öffentlichen Lebens in den letzten Wochen werde sich deutlich auf die Bilanz des Nahverkehrs auswirken. Zusammen mit der Politik müsse man Lösungen finden, um den Nahverkehr als Rückgrat der Verkehrswende auch künftig stark zu positionieren, sagt AVV-Geschäftsführer Hans-Peter Geulen.
Im letzten Jahr sind die Fahrgastzahlen (um 0,24% auf 107,2 Millionen) und die Fahrgeldeinnahmen (um 2,91% auf 104,4 Millionen Euro) leicht gestiegen.
Das Plus bei ÖPNV-Gelegenheitskunden und beim "euregioticket"(Tages-Ticket für Busse und Bahnen in der Euregio Maas-Rhein) im Jahr 2019 sei u.a. auf die Einführung des RE 18 zwischen Aachen und Maastricht sowie des Onlineverkaufs bei Arriva und der Deutschen Bahn zurückzuführen.
Größere Zuwächse verzeichnet der AVV beim Azubi-Ticket (Plus bei Fahrgästen von 6,8% gegenüber 2018 und 5,4% gegenüber 2017), denen stehen aufgrund des demografischen Wandels (sinkende Schülerzahlen) stark sinkende Verkaufszahlen beim Fun-Ticket und dem School&Fun-Ticket gegenüber.
Erneut starke Zuwächse habe das Job-Ticket (Fahrgäste +10,36%, Einnahmen +12,79%) zu verzeichnen. Der AVV und die Verkehrsunternehmen arbeiten derzeit an zusätzlichen Job-Ticket-Modellen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 13.05.2020 09:46