
In Aldenhoven sind die Testfahrten eines autonom fahrenden Busses erfolgreich verlaufen. Das teilen die deutschen und niederländischen Forscher vom Projekt I-AT (Interregionaler Automatisierter Verkehr) mit. Das selbstfahrende Elektro-Shuttle hat einen programmierten Kurs fehlerfrei absolviert. Dabei sind auch unerwartete Interventionen simuliert worden und man hat einen Fahrer übernehmen lassen. Vorher habe man allerdings noch durch starken Wind und Regen Probleme gehabt mit den Kamerasensoren, heißt es. Eine Reinigung der Sensoren habe die Probleme abstellen können.
Durch die Regentropfen auf den Außenkameras habe der ‚Mission-Bus‘ die Straßenmarkierung anfangs nicht richtig erkennen können und sei minimal von der Strecke abgekommen. Nach gründlichem Säubern der Sensoren sei er aber wieder auf Kurs gewesen und habe fortan einwandfrei funktioniert.
Mit Geschwindigkeiten von 30 bis 35 km/h habe der selbstfahrende E-Pendelbus seine Passagiere sicher auf der 800 Meter langen Teststrecke befördert, automatisch an aufgebauten Bushaltestellen angehalten und eigenständig vor einem sich in der Mitte der Fahrspur befindenden Auto gestoppt. Darüber hinaus ist den Fahrgästen der sogenannte „Driver-Take over“ demonstriert worden. Dabei übernimmt der Fahrer die Kontrolle über den Bus, nachdem zu einem unerwarteten Zeitpunkt eine künstliche Fehlermeldung erzeugt wurde und das Fahrzeug droht, von der Fahrbahn abzukommen.
Das Grundgestell bildet das Chassis eines Fiat Ducato mit leichter Karosserie aus Polyester-Sandwich-Paneelen als Aufbau. Angetrieben wird der Bus über einen akkubasierten Elektromotor. Als Dual Mode-Fahrzeug kann er sowohl autonom auf festen, vordefinierten Strecken fahren als auch auf öffentlichen Straßen von einem Fahrer gesteuert werden. Die Zweifachsteuerung entspricht der Vorschrift, dass in autonomen Fahrzeugen vorerst ein Fahrer anwesend sein muss, der im Notfall eingreifen kann. Sitzplätze für Fahrgäste sind insgesamt zwölf in dem Shuttle vorhanden.
Die Demonstration des Busses war eine der letzten Phasen des Projekts, das noch vor dem Sommer abgeschlossen sein wird. Danach werden die Technologie und das angesammelte Wissen über autonomes Fahren interessierten nicht-kommerziellen Unternehmen und Organisationen zur Verfügung gestellt.
Weitere Informationen über das I-AT-Projekt sind HIER zu finden.

