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Außerordentlicher Karlspreis: Entscheidung verzögert sich
© Stadt Aachen/Andreas Herrmann
Dr. Jürgen Linden ist Ex-OB in Aachen und Vorsitzender des Karlspreis-Direktoriums. Marcel Philipp ist bis September 2020 Oberbürgermeister von Aachen (und Lindens Nachfolger). Die beiden stehen da am Markt vorm Rathaus am Karlsbrunnen.
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Außerordentlicher Karlspreis: Entscheidung verzögert sich

Die Entscheidung, ob der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj einen außerordentlichen Aachener Karlspreis erhält, verzögert sich.

Eigentlich hätte das Thema längst erledigt sein sollen, so der Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums, Jürgen Linden, zu Antenne AC. Es sei allerdings schwierig, in der aktuellen Kriegssituation die entscheidenden Leute zu erreichen.

Außerdem drehen sich die Forderungen der Ukrainer gerade in andere Richtungen als Auszeichnungen und Medaillen, so Linden. Die Gräueltaten in Butscha hätten auch nochmal andere Prioritäten gesetzt.

Nicht außer Acht lassen dürfe man auch, was die designierten Trägerinnen des traditionellen Karlspreises zu einer außerordentlichen Verleihung sagen würden - das sind ja dieses Jahr die belarussischen Bürgerrechtlerinnen Tichanowskaja, Tspekalo und Kalesnikova.

Über 160 namhafte Europaparlamentarier haben zuletzt in einem Brief gefordert, Selenskyj einen außerordentlichen Karlspreis zu verleihen. Spätestens Anfang nächster Woche soll es eine Entscheidung geben.

Veröffentlicht: Mittwoch, 06.04.2022 04:39

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