
Außerordentlicher Karlspreis: Entscheidung verzögert sich
Die Entscheidung, ob der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj einen außerordentlichen Aachener Karlspreis erhält, verzögert sich.
Eigentlich hätte das Thema längst erledigt sein sollen, so der Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums, Jürgen Linden, zu Antenne AC. Es sei allerdings schwierig, in der aktuellen Kriegssituation die entscheidenden Leute zu erreichen.
Außerdem drehen sich die Forderungen der Ukrainer gerade in andere Richtungen als Auszeichnungen und Medaillen, so Linden. Die Gräueltaten in Butscha hätten auch nochmal andere Prioritäten gesetzt.
Nicht außer Acht lassen dürfe man auch, was die designierten Trägerinnen des traditionellen Karlspreises zu einer außerordentlichen Verleihung sagen würden - das sind ja dieses Jahr die belarussischen Bürgerrechtlerinnen Tichanowskaja, Tspekalo und Kalesnikova.
Über 160 namhafte Europaparlamentarier haben zuletzt in einem Brief gefordert, Selenskyj einen außerordentlichen Karlspreis zu verleihen. Spätestens Anfang nächster Woche soll es eine Entscheidung geben.
Veröffentlicht: Mittwoch, 06.04.2022 04:39