
Amphibienschutz startet wieder
In der StädteRegion hat der Schutz für Amphibien wieder begonnen. Sie fangen in den nächsten Tagen mit ihren Wanderungen an - zuerst die Frösche und Molche, später dann auch Kröten.
Damit die Tiere sicher auch über Straßen kommen, werden Schutzzäune mit Eimerfallen und Warnschilder aufgestellt und auch Wirtschaftswege teilweise gesperrt. Im Wurm- und Broichbachtal läuft das schon, danach geht es in Stolberg und der Eifel weiter, teilt die Städteregion mit. Insgesamt dauern die Artenschutzmaßnahmen zehn bis zwölf Wochen.
Überall dort, wo Frösche und Co. wandern, gilt jetzt für Autofahrer: Bitte zum Schutz der Tiere und ihrer menschlichen Helfer langsam fahren. Die untere Naturschutzbehörde bittet darum die Leitzäune nicht zu beschädigen oder niederzutreten.
Wie schon in den vergangenen Jahren wird jetzt die Ottenfelder Allee im Bereich des Schlossparks Ottenfeld und der Straßeneinmündung nach Reifeld und Noppenberg für den gesamten Verkehr gesperrt. Die Sperrung, die die Städte Alsdorf und Herzogenrath in Zusammenarbeit mit der unteren Naturschutzbehörde umsetzen, wird voraussichtlich bis Ende Mai dauern.
In Herzogenrath ist im Bereich der Bergerstraße, nahe dem Rückhaltebecken und dem Hallenbad, schon ein Amphibienzaun mit 27 Fangeimern aufgebaut worden. Zweimal täglich transportieren ehrenamtliche Helferinnen und Helfer die in den Eimern gefangenen Tiere über die Straße. Organisiert wird das von der „Arbeitsgemeinschaft Wurmtal“. 2020 konnten die engagierten Ehrenamtler so etwa 5.000 Tieren vor dem Tod auf der Straße bewahren. Darunter waren Erdkröten, Gras- und Grünfrösche ebenso wie Teich-, Faden-, und Bergmolche. Die Tiere werden auf der Hinwanderung von Bierstraß aus in das Rückhaltebecken und den Angelteich gebracht und auf dem Rückweg wieder in den Wald transportiert.
Nach Abschluss der Arbeiten in der Bergerstraße gehen die Arbeiten zum Schutz von Amphibien im Wurmtal (Mühlenweg zwischen Bardenberg und der Alten Mühle Bardenberg) weiter. Auch hier bauen Mitarbeiter der Lebenshilfe im Auftrag der StädteRegion Aachen Schutzzäune auf.
Wo besonders viele Amphibien vorkommen und wandern, setzt die StädteRegion Aachen langfristige Lösungen um. In Bardenberg können die Tiere beispielsweise die Fahrbahn ganz ohne fremde Hilfe durch eigens eingerichtete „Amphibientunnel“ gefahrlos überqueren.
Veröffentlicht: Donnerstag, 18.02.2021 09:38