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"Allianz für Geothermie"
© Stadtwerke Münster
Wärmewende-Experten im virtuellen Austausch: Fünf kommunale Wärmeversorger und das Fraunhofer-Institut wollen die Wärmeversorgung in NRW mit Hilfe von Geothermie unabhängiger und klimaneutral gestalten. Abgebildet sind (v.l.n.r.): Markus Bieder, Leiter Wärme- + Stromerzeugung + Erneuerbare Wärme (Stadtwerke Münster), Prof. Dr. Rolf Bracke (Leiter Fraunhofer IEG), Dr. Michael Arnold, Hauptabteilungsleiter Strom- und Fernwärmeerzeugung (Stadtwerke Duisburg), Dr. Ralf Schramedei, Konzeptentwicklung & Neue Produkte (Stadtwerke Düsseldorf), Frank Brösse, Geschäftsführer (STAWAG Energie) und Dr. Frank Peper Hauptabteilungsleiter Fernwärme, Wasser und Energieprojekte (Stadtwerke Bochum).
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"Allianz für Geothermie"

Die Aachener STAWAG und vier andere Energieversorger aus NRW sowie das Fraunhofer Institut wollen aus der Erde gewonnene Wärme weiter nach vorne bringen und haben eine "Allianz für Geothermie" gegründet.

Neben der STAWAG sind das die Stadtwerke aus Bochum, Duisburg, Düsseldorf und Münster.

Als beispielhaft sehen die Beteiligten die geothermischen Fernwärmesysteme von München und Paris, die CO2-neutral rund um die Uhr das ganze Jahr verlässlich Wärme liefern.

Geothermie mache außerdem unabhängiger von politischen Risiken und unberechenbaren Weltmarktpreisen.

Dabei werde in NRW trotz guter geologischer Voraussetzungen bisher noch wenig Heizwärme aus tiefen Gesteinsschichten gefördert. In den Gruben stillgelegter Steinkohlebergwerke des Ruhrgebiets, in den Karbonatgesteinen des Münsterlands oder in Gebieten mit tiefliegenden Thermalwasservorkommen schlummere ein geothermischer Schatz, der die Wärmewende weit voranbringen könne, heißt es.

Das Potenzial wollen die fünf kommunalen Versorger und ihr Forschungspartner heben. Einsetzen will sich die "Allianz für Geothermie" für verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen und schnelle Verwaltungsprozesse für Geothermieprojekte im bevölkerungsreichsten Bundesland.

Auf der Agenda der Allianz stehen der Umgang mit der geologischen Prognoseunsicherheit bei der Aufsuchung (dem sogenannten Fündigkeitsrisiko) und die Absicherung von Investitionen in geothermische Anlagen. Fachlich und technisch begleitet wird die Allianz vom Fraunhofer IEG, einer einschlägigen Forschungsinstitution für Geothermie und verwandte Technologiefelder mit vier Standorten in NRW. Das Fraunhofer IEG wurde gegründet, um in den Kohleregionen Deutschlands, d.h. dem Rheinland, dem Ruhrgebiet und der Lausitz, die Dekarbonisierung der kommunalen Energiesysteme zu begleiten.

Veröffentlicht: Dienstag, 15.03.2022 15:12

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