
Das Aachener Tierheim wendet sich mit einem Hilferuf an Tierhalter und Politik. Aktuell platzt es aus allen Nähten, weil sehr viele Tiere abgegeben oder aufgefunden werden. Außerdem kümmern sich die Pfleger um viele Katzen, die trächtig sind oder schon mit ihren Kitten im Tierheim leben.
Vierthaler sieht zwei Gründe für die aktuelle Lage. Zum einen haben sich viele während Corona neue Tiere angeschafft, denen sie jetzt nicht mehr gerecht werden wegen mangelnder Zeit. Und seit einem Jahr ist die Gebührenordnung der Tierärzte zum Teil um 50 bis 100 Prozent gestiegen.
Der Verein gehe aktuell schon an finanzielle Rücklagen, um den Betrieb stemmen zu können. Deshalb gebe es auch die Überlegung, aus den veralteten Verträgen auszutreten. Dann würden zum Beispiel nur noch abgegebene Tiere angenommen werden. Was mit Fundtieren passieren würde, wäre unklar.
Aufgenommene Tiere
In diesem Jahr hat das Tierheim schon 1.291 Tiere aufgenommen, darunter Hunde, Katzen und Kleintiere. Bis September sind dadurch Kosten von rund 1,14 Millionen Euro entstanden.
2022 waren es insgesamt 1.383 aufgenommene Tiere und "nur" 1,28 Millionen Euro fürs gesamte Jahr.
Besonders die Zahl der Fundtiere ist enorm hoch. 2023 waren es bisher 867 Tiere, im Jahr davor 749 Tiere.

