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Aachen wird "Circular City"
© Screenshot https://circularcitiesdeclaration.eu/
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Aachen wird "Circular City"

Die Stadt Aachen schließt sich der Initiative „Circular Cities“ an.

Die „Circular Cities“-Kommunen verfolgen das Ziel, nachhaltig mit den verfügbaren Ressourcen umzugehen, indem sie sie sparsam oder auch durch Wiederverwendung sinnvoll nutzen. Der Stadtrat hat die Verwaltung jetzt damit beauftragt, die Politik, die Abteilungen der Verwaltung und auch die Bevölkerung an der weiteren Entwicklung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft regelmäßig zu beteiligen. Aachen will die Teilnahme auch dazu nutzen, durch die Vernetzung mit anderen Kommunen neue Ideen zu sammeln, die möglicherweise auch hier umsetzbar sind.

Die Stadt ist laut eigenen Angaben mit verschiedenen Themen seit Jahren auf dem Weg der Kommunen unterwegs, die die vorhandenen natürlichen Ressourcen sinnvoll einsetzen wollen. Auf Grundlage eines Abfallwirtschaftskonzepts werden Wertstoffe gesammelt - immer getragen vom Leitsatz „Erstens Abfall vermeiden, zweitens Abfall verwerten“. Es gebe eine gute Abfallberatung für Privatleute und Betriebe. Das Beschaffungsmanagement der Stadt sei nachhaltig. Denn es berücksichtige zum Beispiel, dass bei der Beschaffung von Produkten die Kriterien des fairen Handels (Fairtrade) oder der Wiederverwertung (Nutzung von Recyclingpapier) beachtet würden. In der Verwaltung werden Dienstfahrten im Grundsatz nicht mehr mit privaten Kraftfahrzeugen zurückgelegt, sondern mit einer kleinen Flotte stadteigener E-Fahrzeuge. Ressourcenschonend sind auch Car-Sharing-Autos oder Fahrradverleihsysteme wie Velocity. Bei den städtischen Gebäuden wird das Prinzip „Cradle to Cradle“ praktiziert. Baustoffe werden so wiederverwendet.

Auch die Veränderungen der Energieversorgung bei städtischen und privaten Häusern seien ein wichtiger Beitrag zu den Ideen der „Circular Cities“-Initiative, heißt es. Im integrierten Klimaschutzkonzept der Stadt werde nicht nur ausführlich dargestellt, wie eine zukunftsfähige Energieversorgung von morgen aussehen kann. Darin fänden sich auch die Anreize, mit denen die Stadt all die Menschen ansprechen möchte, damit sie verstärkt auf erneuerbare Energie aus Sonne und Wind oder aber auf eine verbesserte Gebäudedämmung setzen.

Es gebe weiter auch schon Ideen, die im Rahmen der „Circular Cities“ fortentwickelt werden sollen - wie beispielsweise ein Baustoffrecycling, eine Weiterverwendung von Sperrgut oder ein Anbieter, der Kleidungen im Sharing-System anbietet und damit das Kaufen überflüssig macht.

Die Stadt Aachen wäre nach der vom Stadtrat befürworteten Unterzeichnung die zweite Stadt Deutschlands nach Freiburg im Breisgau, die sich der Erklärung anschließt. Die Unterzeichnung der Deklaration soll in Aachen öffentlich erfolgen.

Inzwischen haben über 50 europäische Städte und Regionen die Deklaration unterzeichnet. Die RWTH unterstützt das Vorhaben, da es der Intention des dort gebildeten Netzwerkes „Center of Circular Economy“ entspricht. Dieses Netzwerk möchte die Aktivitäten der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft bündeln und stärker profilieren.

Weitere Information zur „Circular Cities“-Initiative findet Ihr HIER.

Veröffentlicht: Freitag, 03.09.2021 09:23

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