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2024: Pessimismus in der Wirtschaft
© IHK Aachen/Jörg Hempel
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2024: Pessimismus in der Wirtschaft

Veröffentlicht: Mittwoch, 10.01.2024 10:21

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Die heimische Wirtschaft schaut mit einer Portion Pessimismus auf das neue Jahr, meldet die IHK Aachen aufgrund ihrer neuen Konjunkturumfrage. Demnach rechnet rund ein Drittel der befragten Betriebe in der Gegend zwischen Aachen, Düren, Heinsberg und Euskirchen mit keiner positiven Veränderung im Jahresverlauf.

Somit liegen die Erwartungen auf einem vergleichbar niedrigen Niveau wie vor einem Jahr.

Die Geschäftslage der Unternehmer in der Stadt Aachen sei weiterhin positiv. Die Erwartungen hätten sich zwar rückläufig entwickelt, blieben aber noch ausgewogen. Dagegen habe sich im ehemaligen Kreis Aachen die Situation verschlechtert, auch wenn der Saldo noch im positiven Bereich liege.

„Wir stecken in einer Konjunkturflaute. Inflation, Arbeitskräftemangel und hohe Energiekosten belasten die Unternehmen weiterhin immens", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Michael F. Bayer. „Wir brauchen dringend verlässliche Rahmenbedingungen und eine mittelfristige Planungssicherheit, um die Geschäftsrisiken zu minimieren.“

Die aktuelle Geschäftslage bewertet die Mehrzahl der Unternehmen aber noch positiv. Ein Drittel der Betriebe meldet gute Geschäfte, jeder fünfte Befragte ist unzufrieden - ähnlich wie schon im letzten Herbst.

Die Ertragslage habe sich zwar geringfügig verbessert, bleibe aber deutlich negativ. Auch die Investitionsabsichten und die Beschäftigtenpläne hätten sich kaum verändert und blieben auf einem stabilen Niveau.

Deutlich verschlechtert hätten sich die Exporterwartungen. Jedes dritte Unternehmen rechnet für 2024 mit weniger Nachfrage aus dem Ausland, nur jeder sechste Befragte geht von einem Anstieg der Auftragsumsätze aus.

Das Sammelsurium der vielen parallel wirkenden Risiken sehen die Unternehmen als große potenzielle Belastung für die Konjunktur. Eine solche Gemengelage mehrerer Risiken sei bisher einmalig seit Beginn der digitalen Aufzeichnung vor rund 20 Jahren, heißt es.

In der Industrie sprächen die Unternehmer von einer annähernd ausgewogenen Geschäftslage. Die Lage der Dienstleister bleibe überwiegend positiv. Der Handel bewerte die Geschäftslage auch ausgewogen. Im Großhandel habe sich die Situation verbessert, bleibe aber überwiegend negativ. Im Einzelhandel habe sich die Lage zum Weihnachtsgeschäft verbessert. Positive Rückmeldungen habe es insbesondere im Einzelhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren gegeben sowie im Einzelhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik. Negativ wurde die Situation im Einzelhandel mit Bau- und Heimwerkerbedarf, im Textileinzelhandel sowie im Einzelhandel mit Schreibwaren und Bürobedarf bewertet. Die Unternehmer des Baugewerbes bewerten die aktuelle Geschäftslage weiterhin positiv – hier habe sich die Lage seit Herbst sogar verbessert. Es handele sich um die besten Rückmeldungen aus dem Baugewerbe seit Herbst 2019.

Weitere Einzelheiten lest Ihr HIER.

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