
Am und im Kármán-Auditorium in Aachen am Templergraben kommt man mit dem Umbau voran.
Der NRW-Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB NRW) will aus dem Uni-Gebäude ein modernes und nachhaltiges Hörsaalzentrum machen.
Seit Mitte 2022 wird dort gearbeitet. Neben Abbruch- und Schadstoffsanierungsarbeiten umfasst die Baumaßnahme die Dachsanierung, die Fenster- und Fassadensanierung, den Brandschutz, die Erneuerung der Bestuhlung in den Hörsälen sowie die komplette Überholung der gebäudetechnischen Anlagen.
Die ersten Arbeiten fanden vor allem im Inneren des Gebäudes statt, jetzt tut sich auch außen sichtbar etwas.
Im Innenhof, einsehbar von der Kármánstraße, sieht man einen großen, silbernen Metall-Koloss. Das Gebilde aus einer Vielzahl ineinander verschlungener Rohre ist eine Ersatzlösung für die Gebäudetechnik. Denn die wird trotz der laufenden Sanierungsarbeiten im Kármán-Auditorium weiter benötigt, weil sie auch benachbarte Gebäude versorgt. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten wird die Interimslösung größtenteils wiederverwendet und in das Untergeschoss integriert.
Entlang des Templergrabens sieht man Gerüste, die für die Sanierung von Fassade und Dach vorgesehen sind. Fassade und Dach sollen dem Gebäude sein zukünftiges Aussehen verleihen. Die Gerüste werden bauabschnittsweise um das gesamte Hörsaalgebäude herum erweitert.
Die Restaurierungsarbeiten sind zeitaufwendig. Ausgewählte Holzelemente werden anhand von Fotos und Plänen dokumentiert. Es handelt sich um feste Einbauteile, wie Geländer, Sitzmöbel und Tische. Nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten finden alle Elemente an ihren ursprünglichen Platz zurück. Die Sanierung stellt sicher, dass das Gebäude seinen historischen Wert bewahrt und den aktuellen Anforderungen einer zeitgemäßen Hörsaalnutzung entspricht.
Während die Sanierungsarbeiten voranschreiten, wurde der Wettbewerb für ein Kunstwerk, das das Auditorium künftig zieren soll, erfolgreich abgeschlossen. Bei dem „Kunst und Bau“-Wettbewerb ist schließlich das Wandrelief „Gyre“ (Wirbel) von Hedda Schattanik und Roman Szczesny von einer Fachjury zur Realisierung empfohlen worden.
Das denkmalgeschützte Kármán-Auditorium zählt zu den wichtigsten Hochschulgebäuden der RWTH in der Aachener Innenstadt. Generationen von Studenten haben das 1977 in Betrieb genommene Auditorium mit seinen acht Hörsälen und der Cafeteria besucht.

